Die Gehaltsverhandlung – Tipps für mehr Gehalt in 2020

Mehr Gehalt verdienen – wer möchte das nicht? Nur leider fühlt sich nicht jeder wohl in dieser Rolle, wenn es darum geht sicher zu verhandeln mit dem Vorgesetzten. Wie Sie die Gehaltsverhandlung am geschicktesten angehen, zeigt unser kompakter Ratgeber.

Lohnt sich eine Gehaltsverhandlung?

Absolut ja. Es sind tolle Zeiten für Fachkräfte, in Deutschland herrscht fast Vollbeschäftigung. Und vor allem wer jeden Tag Spitzenleistungen abruft, der leistet nicht nur viel, sondern wird auch immer besser. Und das muss sich auch auf dem Lohnzettel widerspiegeln.

Erfreulich hierbei ist, dass mehr als jede zweite Fach- und Führungskraft im aktuellen Job bereits eine Gehaltserhöhung erhalten hat. Dies zeigt eine Umfrage unter 11.000 Beschäftigten, die StepStone im ersten Quartal 2019 durchgeführt hat.

Der richtige Zeitpunkt

Dieser Punkt wird oft unterschätzt, aber kaum etwas ist für einen Vorgesetzten nerviger als in stressigen Phasen auch noch knifflige Gehaltsverhandlungen zu führen.  Sprechen Sie das Thema auf keinen Fall vor anderen Kollegen an, sondern versuchen Sie im Vier-Augen-Gespräch einen Termin mit Ihrem Entscheidungsträger zu vereinbaren.

Sind in Ihrem Unternehmen Gehaltsrunden fest eingeplant, dann sollten Sie versuchen die Gehaltsverhandlung noch davor zu terminieren.

Die ideale Vorbereitung: Die besten Gründe und Argumente

Bevor Sie selbstbewusst in eine Gehaltsverhandlung gehen können, müssen Sie Ihre Hausaufgaben machen. Hinterfragen Sie sich kritisch, warum Sie eine Gehaltserhöhung verdienen. Die Fragen können dabei hilfreich:

  • Haben Sie ein wichtiges Projekt erfolgreich umgesetzt bzw. ist dies geplant?
  • Haben Sie mehr Verantwortung übernommen bzw. ist dies geplant?
  • Haben Sie sich fachlich und persönlich weiterentwickelt durch eine Weiterbildung?
  • Können Sie ganz konkret Beispiele dafür, wie durch Ihre Arbeit mehr Interessenten, mehr Neukunden und/oder mehr Umsatz erreicht werden konnten?
  • Konnte das Unternehmen, dank Ihnen, eine bessere Außendarstellung (Imagegewinn) erreichen?

Wenn Sie diese und ähnliche Fragen positiv beantworten können, haben Sie sehr gute Argumente für eine Gehaltserhöhung.

Zur idealen Vorbereitung gehört auch, sich auf mögliche Gegenargumente einzustellen und sich vorher zu überlegen, wie man diese Entkräften kann. Das klassische Gegenargumente lautet oft:

  • „Die angespannte wirtschaftlichen Lage des Unternehmens lässt mir überhaupt keinen Spielraum für eine Gehaltserhöhung.“

Informieren Sie sich vor dem Gespräch über die aktuelle wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens bzw. was Ihre Abteilung zum Unternehmenserfolg beiträgt. Berücksichtigen Sie auch Wachstumsprognosen für Ihren Markt und Ihre Branche.

Halten Sie alles in Form von Listen fest, sodass Sie im Zweifel darauf zurückgreifen können. So lassen Sie sich auch bei kritischen Punkten im Gespräch, nicht aus der Ruhe bringen.

Letztlich müssen sich alle Argumente auf die Beantwortung dieser Frage konzentrieren: Was genau hat Ihr Vorgesetzter davon, wenn Sie besser bezahlt werden?

Die 3 No-Gos in der Gehaltsverhandlung

Es gibt Argumente, die viele Mitarbeiter intuitiv für richtig halten, weil Sie auf Ihrer persönlichen Erfahrung beruhen, die jedoch zum Scheitern verurteilt sind:

  • „ALLES WIRD TEURER“

Mieterhöhung, der Sprit wird teurer, die Windeln für das Baby kosten mehr – alles sachlich richtig und nachvollziebbar, ABER eben kein Grund für eine Gehaltsverhandlung.  Geschäftsführer bzw. Entscheidungsträger wollen in der Regel Wachstumszahlen sehen, wenn es um eine Gehaltserhöhung geht  – gestiegene Lebenshaltungskosten gehören nicht dazu.

  • „ICH BIN SCHON LANGE DABEI“

Bloße Anwesenheit und die Erledigung der zugeteilten Aufgaben sind mitnichten Gründe für mehr Gehalt.

  • „MEINE KOLLEGEN VERDIENEN MEHR ALS ICH“

Selbst wenn Sie 100%ig genau wissen, dass eine Kollegin oder ein Kollege mehr Geld verdient, nutzen Sie diese Information bitte ausschließlich dafür um für sich festzulegen, was Sie mit Ihrer Verhandlungsstrategie letztlich erreichen möchten.  Nutzen Sie diese Info auf keinen Fall als ein Argument, denn es ist keines.

Sprechen Sie niemals von einer Gehaltserhöhung

Das Wichtigste zum Schluss: Verwenden Sie im Gespräch niemals das Wort „Gehaltserhöhung“, sprechen Sie besser von einer „Gehaltsanpassung“. Das suggeriert Ihrem Gegenüber von vornherein, dass es sich eben um eine Anpassung an veränderte Umstände handelt, die Sie im Detail mit Ihren Argumenten und Gründen  vortragen. Und: Bleiben Sie ruhig und entspannt. Wenn Sie gut vorbereitet in das Gespräch gehen, werden Sie Ihr (Gehalts-) Ziel erreichen.

Beratung zur Gehaltsverhandlung

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Weitere Tipps zur optimalen Verhandlungsstrategie

finden Sie in diesem Vortrag von Prof. Dr. Jack Nasher:

Bildquelle: Photo by Nik MacMillan on Unsplash

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