Was ist Outplacement / Outplacing? Alles rund um die Beratung, Maßnahmen, Vorteile und Kosten

Definition und Bedeutung: Outplacement ist die „Beratung zur beruflichen Neuorientierung und Stellensuche“. Die Beratung hat zum Ziel, von Personalabbau betroffene Arbeitnehmer bei der Suche nach einer neuen Stelle zu unterstützen und so Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

In einer zumeist umfassenden Beratung werden die Kompetenzen und Stärken herausgearbeitet, der nächste berufliche Schritt definiert, überzeugende Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche vorbereitet.

Eine Outplacement-Beratung ist weit mehr als ein „Bewerbungstraining“, denn es können auch berufliche Alternativen zum letzten Job entwickelt werden.

Outplacement ist eine vom Arbeitgeber finanzierte Beratungsleistung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die das Unternehmen aufgrund von betriebsbedingter Kündigung oder eines Aufhebungsvertrags verlassen.

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📖 Wenn Sie eher der Typ für eine lockere Erzählung sind, empfehlen wir Ihnen „Outplacement Beratung einfach als Shortstory erklärt“ zu lesen oder hier zu hören:

Das können Sie von Outplacement-Consultings.de erwarten: Eine kompakte Vorstellung von Frau Kruska im Video:

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Warum gibt es Outplacement?

Kommt es in einem Unternehmen zu Personalabbau oder will sich das Management von einzelnen Mitarbeitern trennen, so unterstützt Outplacement die betroffenen Mitarbeiter bei der beruflichen Neuorientierung und Stellensuche.

Ziel einer Outplacement Beratung ist, Angestellte dabei zu unterstützen, möglichst zeitnah ihre Erwerbstätigkeit fortzusetzen – allerdings in einem anderen Unternehmen. In den meisten Fällen ist „eine neue Festanstellung“ das Beratungsziel, manchmal aber auch die Selbständigkeit.

Ausscheidende Mitarbeiter profitieren von den gemeinsam mit den Trennungsspezialisten erarbeiteten Bewerbungsstrategien.

Die Ursachen dafür, dass Unternehmen ihr Personal reduzieren und Mitarbeiter entlassen müssen, können dabei vielfältig sein:

  • Firmenübernahmen
  • Verlagerungen von Arbeitsplätzen an andere Standorte
  • Absatzschwierigkeiten
  • Insolvenzen
  • Rationalisierung

Wie funktioniert Outplacement?

Die Idee hinter der Dienstleistung: Besonders Angestellten mit langer Betriebszugehörigkeit fehlt es häufig an dem Bewusstsein für die eigenen Stärken und Kompetenzen sowie an aktuellem Wissen rund um das Thema Bewerbung und Stellensuche.

Im Rahmen einer Outplacement Beratung werden Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber verlassen (müssen), systematisch auf die anstehende Neuorientierung vorbereitet und während der praktischen Umsetzung der Stellensuche, d.h. der aktiven Bewerbungsphase, intensiv begleitet. Sie haben quasi einen Bewerbungsexperten, einen Motivator und einen Coach an der Seite.

Eine Outplacement Beratung kann folgende Leistungen umfassen:

  • Einzelberatungen mit einem erfahrenen Outplacement Profi
  • Seminare und Workshops (auch virtuell als Webinar)
  • Persönlichkeitsdiagnostik
  • Erstellung Social Media-Profil
  • Video-Training Vorstellungsgespräche
  • Arbeitszeugnis
  • Arbeitsvertrag
  • Coaching während der Probezeit

Was kostet Outplacement?

Da es ganz unterschiedliche Programme gibt, variieren die Outplacemement-Kosten entsprechend. Die Fachgruppe Outplacement des BDU untersucht regelmäßig zu welchen Honorar die Marktführer ihre Outplacement-Programme anbieten.

Dabei wird zwischen Festpreisen für eine bestimmte Beratungslaufzeit und der Honorarberechnung in Anlehnung an das gezahlte Brutto-Jahreseinkommen des Klienten unterschieden:

Kosten Einzel-Outplacement als Festpreis

 

Beratungslaufzeit Einzel-Outplacement Honorar - Festpreise
≤ 6 Monate Beratungslaufzeit 9.000 €
6-12 Monate 15.000 €
≥ 12 Monate bzw. unbefristete Beratung 22.500 €

Kosten Einzel-Outplacement auf Basis Jahresbruttoeinkommen der Klienten

 

Beratungslaufzeit Einzel-Outplacement Honorar auf Basis Jahresbruttoeinkommen
≤ 6 Monate Beratungslaufzeit 13 %
6-12 Monate 17 %
≥ 12 Monate bzw. unbefristete Beratung 21 %

 

Erfolgs- bzw. Vermittlungsquote von Outplacement

Der Begriff „Vermittlungsquote“ ist nicht besonders zutreffend, da Outplacement Berater keine Personal-VERMTTLER sind, sondern ihre Klienten „fit machen“ für den Bewerbungsprozess und sie bei der Umsetzung begleiten und tatkräftig unterstützen. Wir ziehen es daher vor, von „Erfolgsquote“ zu sprechen.

Grundsätzlich variiert die Dauer einer Neuorientierung. Sie hängt zum einen vom Outplacement-Teilnehmer selbst (Ausbildung, Berufserfahrung, Alter, Zielsetzung und Motivation und zeitlichem Engagement für die Stellensuche) aber auch von externen Faktoren (regionale Arbeitsmarktsituation, Branchentrends und allgemeine wirtschaftliche Lage) ab.

Es gibt ganz unterschiedliche Outplacement Programme, die sich in Dauer und Beratungsintensität unterscheiden. Es liegt auf der Hand, dass in einem 8-stündigen Beratungsprogramm nicht das gleiche erreicht werden kann wie in einem 6-Monatsprogramm.

Laut einer Marktstudie starten gut zwei Drittel der Outplacement-Klienten spätestens nach sechs Monaten eine neue Tätigkeit.

Was ist Outplacing?

Der Begriff Outplacing kommt aus dem amerikanischen Englisch und bedeutet im Grunde genau dasselbe wie Outplacement. Nur, wenn man es ganz genau nehmen möchte, spricht man in dem Kontext von den Ausplatzierungsmaßnahmen. 

Der Unterschied liegt jedoch in der sprachlichen Natur nicht im Inhaltlichen. Zudem findet der Begriff outplaced im amerikanischen Englisch oft Verwendung im Sinne von ausgegliedert oder ausgelagert.

Was ist Newplacement?

Manche Berater bezeichnen die „Beratung und Begleitung bei der beruflichen Neuorientierung und Stellensuche“ als Outplacement Beratung, andere wiederum als Newplacement Beratung. Gemeint ist damit in den meisten Fällen die gleiche Beratungsleistung.  Manche Berater meiden den Begriff Outplacement, da das OUT bei manchen negative Assoziationen hervorruft oder auch mit Outsourcing verwechselt wird.

Die Outplacement Beratung | Das sollten Sie wissen

Was bringt eine Outplacement-Beratung?

Arbeitnehmer profitieren folgendermaßen von Outplacement:

    • Sicherheit über die eigenen beruflichen Kompetenzen und Stärken
    • Unterstützung bei der Suche nach dem passgenauen Job
    • Bessere Chancen am Stellenmarkt
    • Überzeugendes Auftreten und Argumentation in Vorstellungsgesprächen
    • Je nach Outplacement-Programm mit Job-Garantie
    • Wenn gewünscht: Beratung beim Start in die Selbständigkeit
    • Unterm Strich: Durch eine Outplacement-Beratung bekommen Sie Klarheit und Sicherheit über den nächsten Karriereschritt, finden schneller eine neue Position und sind als Bewerber/in und spätere/r Mitarbeiter/in für Unternehmen attraktiver.

Im Sturm kann man die Segel nicht mehr flicken.

Im Video 5 gute Gründe für eine Outplacement Beratung

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Für Arbeitgeber ergeben sich folgende Vorteile:

    • Vermeidung von langwierigen Rechtsstreitigkeiten
    • Einsparung von Personalkosten bei verkürzten Restlaufzeiten von Arbeitsverträgen
    • Positiver Einfluss auf Arbeitsklima, Motivation und Produktivität der verbleibenden Mitarbeiter/innen
    • Positiver Einfluss auf Unternehmensimage – am Standort, bei Kunden, in der Branche
    • Positive Wirkung auf das Employer Branding
    • Unterm Strich: Professionelles Trennungsmanagement und Outplacement ermöglicht schnellere und reibungslosere Realisierung von Trennungen – bestenfalls zusätzlich Kosteneinsparung.

Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig.

Arbeitsklima, Employer Branding, Produktivität: Darum lohnt sich Outplacement für Unternehmen:

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Erfahrungen und Referenzstimmen zu unseren Outplacement Beratungen

  • Die richtige Beraterin zur richtigen Zeit

    Wir standen 2020 vor der Herausforderung erstmals in der Unternehmensgeschichte Personal abzubauen. Die Geschäftsführung hat entschieden diesen Weg möglichst einvernehmlich und wertschätzend zu beschreiten. Daher haben wir langjährigen, verdienten Mitarbeitern durch eine Outplacement-Beratung eine neue Perspektive geben wollen. Dank der Vermittlung der richtigen Beraterin aus dem Netzwerk ist das gelungen. Im Nachgang sind wir sehr froh diesen Schritt gegangen zu sein, wissend das viele ehemalige Kollegen wieder eine Anstellung gefunden haben.

    HR-Manager eines mittelständischen Unternehmens
    HR-Manager eines mittelständischen Unternehmens Nordrhein-Westfalen
  • Schnelle und kompetente Hilfe in der Outplacement Beratung

    Auf meine Terminanfrage hat mich Frau Kruska sofort für ein unverbindliches Erstgespräch kontaktiert. Die Beratung war sehr angenehm und ausführlich. Die empfohlene Beraterin ist, wie von Frau Kruska eingeschätzt, genau die richtige Wahl für mich und begleitet mich gut durch mein Outplacement.

    Ingenieur mit Automotive-Background
    Ingenieur mit Automotive-Background Metropolregion Hamburg
  • Seit vielen Monaten auf der Suche, aber dann ging es schnell

    Wir haben für unser mittelständiges Industrieunternehmen über viele Monate geeignete Outplacement-Berater gesucht. Die Suche war sehr zäh und der Markt undurchsichtig. Über die Seite Outplacement-Consultings.de haben wir eine Anfrage gestellt und wurden zunächst kostenfrei sehr gut beraten und haben Angebote von verschiedenen Beratern und Coaches erhalten. Wir haben uns im Anschluss für zwei Berater entschieden und sind nach drei Monaten sehr zufriedenen, ebenso wie die (Ex-)Mitarbeiter.

    Personalleiterin eines Industrieunternehmens
    Personalleiterin eines Industrieunternehmens Baden-Württemberg
  • Erstklassigen Outplacement-Berater gefunden

    Nachdem ich mich im breiten Internetangebot der Outplacementberater fast verloren hatte, stellte ich bei Outplacement-Consultings.de eine spätabendliche Website-Formularanfrage. Direkt am Folgetag erhielt ich einen freundlichen Rückruf zur individuellen Klärung meiner speziellen Situation – und direkt und kostenlos eine zugeschnittene kleine Auswahl potentiell in Frage kommender Berater (inkl. Korrektur meiner ursprünglich falsch angelegten Auswahlkriterien). So fand ich meinen erstklassigen Outplacement-Berater, der mich derzeit strukturiert durch den Prozess der „Neuplatzierung“ führt – mit bereits erfolgreich zurückgelegten Zwischenmeilensteinen. Absolute Empfehlung!

    Leiter Marketing & Produktmanagement, Industrieunternehmen
    Leiter Marketing & Produktmanagement, Industrieunternehmen Nordhessen

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Wer bekommt eine Outplacement-Beratung?

Outplacement richtet sich nicht an eine bestimmte Arbeitnehmergruppe. Denn grundsätzlich kann jeder von dieser Beratung profitieren – unabhängig von Ausbildung, Hierarchielevel, Einkommenshöhe und Betriebszugehörigkeit.

Die Praxis zeigt jedoch, dass bei Personalabbaumaßnahmen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter (Betriebsrat/Personalrat) festlegen, welcher Mitarbeitergruppe eine Outplacement Begleitung angeboten wird und in welchem Umfang. Häufig gibt es Abstufungen je nach Hierarchielevel, Alter oder Betriebszugehörigkeit.

Aber auch bei individuellen Trennungssituationen kann eine Outplacement Begleitung genutzt werden. Wenn zum Beispiel das Anforderungsprofil einer Position und das Kompetenzprofil eines Mitarbeitenden nicht mehr übereinstimmen oder es zu einem Führungs- oder Strategiewechsel kam.

Eine Marktstudie zeigt, dass das Durchschnittsalter eines Outplacement-Klienten bei 49 Jahren liegt.

In der Regel kann man die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Outplacement Beratung wie folgt zusammenfassen:

  • Betriebsbedingte Kündigung oder Akzeptanz eines Aufhebungsvertrags
  • Arbeitgeber finanziert die Outplacement Beratung – entweder als Teil des Abfindungspakets oder als separates Budget
  • Bereitschaft des Betroffenen, sich bei der Stellensuch und Neuorientierung unterstützen zu lassen
  • Eine „gesunde“ Persönlichkeit, kein Drogenmissbrauch etc.

Was muss ich tun, um eine Outplacement-Beratung zu erhalten?

In Deutschland sind Arbeitgeber gesetzlich nicht verpflichtet, ausscheidenden Mitarbeitern/innen eine Outplacement-Begleitung anzubieten. Auch wenn Outplacement somit ein freiwilliges Angebot von Arbeitgeberseite ist, können Beschäftige trotzdem darauf Einfluss nehmen.

Zum Beispiel über die Arbeitnehmervertretung des Unternehmen – dem Betriebsrat. Denn dieser muss bei (größeren) Personalabbau, u.a. im Rahmen einer Massenentlassungsanzeige und der Verhandlung eines Sozialplanes involviert werden.

Dabei kann der Betriebsrat auf die Unternehmensführung einwirken, dass ausscheidende Beschäftigte bei der beruflichen Neuorientierung und Stellensuche unterstützt werden, sprich eine Outplacement-Beratung erhalten.

Gerade dann, wenn ein Unternehmen ein Beschäftigungsverhältnis mittels Aufhebungsverträgen beenden möchte, kann der/die betroffene Mitarbeiter/in versuchen, Outplacement in das Abfindungspaket „hineinverhandeln“. Entweder als „Add on“ zur vereinbarten Abfindungssumme oder in Verrechnung mit einem Teil der monetären Abfindung.

 

Welche Outplacement Programme gibt es?

Grundsätzlich kann zwischen Einzel-Outplacement und Gruppen-Outplacement unterschieden werden. Im Einzel-Outplacement werden Outplacement-Klienten individuell in Einzelgesprächen beraten. Je nach Outplacement Anbieter können zusätzlich wahlweise Workshops genutzt werden. Eine Marktstudie zeigt, dass gut die Hälfte der Outplacement-Klienten in Einzelberatungen begleitet werden.

Bei Einzel-Outplacement unterscheidet man zwischen Stunden- und Monatsprogrammen. Monatsprogramme laufen über einen Zeitraum von drei, sechs oder zwölf Monaten. Während der Laufzeit des Programmes kann der Klient üblicherweise, so wie er es braucht, auf den Berater zugreifen.

In zeitlich unlimitierten Einzel-Programmen, manchmal auch als Garantie-Programme genannt, werden Klienten so lange beraten bis sie das vereinbarte Ziel erreicht haben. Dies kann die vollständige Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess, die Unterschrift unter einen neuen Arbeitsvertrag oder auch der erfolgreiche Abschluss der Probezeit sein.

Einzel-Programme haben den Vorteil, dass hierin sehr individuell auf den Bedarf des Klienten eingegangen werden kann, inhaltlich wie auch zeitlich.

Gruppen-Outplacement kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen einen größeren Personalabbau vornimmt. Ein Gruppen-Outplacement kann aus einzelnen Workshops oder auch aus einer Kombination aus Workshops und Einzelgesprächen bestehen.

Ist eine Outplacement Beratung immer Bestandteil eines Aufhebungsvertrags?

Für Arbeitgeber besteht keine gesetzliche Regelung ausscheidenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine Outplacement-Beratung anzubieten.

Ob Outplacement von Anfang an in ein Trennungsangebot aufgenommen wird, hängt von der Zielsetzung des Arbeitgebers sowie von der Unternehmenskultur ab. Bestehen zum Beispiel im Unternehmen Prozesse, wie bei betriebsbedingten Kündigungen oder Aufhebungsverträgen vorgegangen wird und welche Elemente Abfindungspakete enthalten?

Ist ein Outplacement-Angebot fest integrierter Bestandteil eines Abfindungspaketes zusätzlich zur monetären Abfindungszahlung? Oder ist es eine Option, die der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin wählen kann, die aber die Abfindungszahlung reduziert?

Ob ein/e Beschäftigte/r das Outplacement nutzen kann, ist also „Verhandlungsmasse“.

Wie lange dauert eine Outplacement-Beratung?

Vom Start der Outplacement-Beratung bis zur Unterzeichnung eines neuen Arbeitsvertrags oder bis zur Existenzgründung kann je nach Ausbildung, Berufserfahrung, Arbeitsmarktsituation, Alter und Einsatzbereitschaft stark variieren. Erfahrungsgemäß erfolgt eine erfolgreiche Vermittlung zwischen vier bis zehn Monaten.

Professionelle Agenturen bieten Ihre Dienstleistungen auch über die erfolgreiche Vermittlung hinaus an.

Outplacement unter Pandemie-Bedingungen

Auch während der Pandemie stehen die Outplacement Profis von Outplacement-Consultings.de ihren Klienten mit Rat und Tag zur Seite: Viele Berater beraten nun zu 100 % virtuell, dass heißt die Beratungsgespräche finden über Zoom, MS Teams oder einem anderen Videokonferenztool statt. Auch wenn dieses Beratungsformat für manche Klienten ungewöhnt war, so zeigt sich, dass es genauso wirksam wie Präsenz-Beratungsgespräche ist.

Da die meisten Unternehmen aktuell alle Vorstellungsgespräche ebenfalls per Videokonferenz realisieren, ist das virtuelle Beratungsformat zugleich eine gute Übung für die Klienten.

Die Phasen der Outplacement-Beratung

Wer sich über Outplacement informiert, merkt schnell, dass es nicht das EINE Outplacement-Modell gibt. Manche Berater teilen ihre Beratung in Phasen, andere wiederum nutzen Stufenmodelle. Grundsätzlich sollte eine professionelle Outplacement Beratung folgende Inhalte umfassen:

  1. Eine anfängliche Analyse und Standortbestimmung beleuchtet die berufliche und private Situation des Outplacement Klienten. Hierzu zählen seine Erfahrungen und Qualifikationen, Stärken und Erfolge sowie persönliche Werte und Interessen.
  2. Im Anschluss daran erfolgt der „Blick in die Zukunft“: Welche Ideen und Wünsche hat der Klient? Welche Rahmenbedingungen fördern oder behindern die Stellensuche? Welche Möglichkeiten bietet der aktuelle Stellenmarkt? Kurz gesagt: Was für einen Job oder Verantwortung sucht der Klient?
  3. Es folgt die Entwicklung einer geeigneten Bewerbungsstrategie. Hierzu zählen die Erstellung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Kurzprofil, Social Media-Profil)
  4. Aktive Umsetzung der Bewerbungsstrategie am Stellenmarkt: Vorbereitung auf Telefon- und Videointerviews sowie persönlichen Vorstellungsgesprächen, effektive Nutzung von Jobbörsen, Personalvermittlungen/ Personalberatungen
  5. In der letzten Phase wird der Outplacement Klient bei Gehaltsverhandlungen und dem Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages unterstützt. Je nach Outplacement-Programm folgt nun die Vorbereitung auf und Begleitung während der Probezeit.

 

Die Beteiligten einer ganzheitlichen Outplacement-Beratung

Was qualifiziert einen Outplacement-Berater? Alles rund um das Eignungsprofil

Eine Dienstleistung, insbesondere im Beratungsbereich, ist so gut wie derjenige, der sie durchführt. Das führt geradlinig zu der kritischen Prüfung und Festlegung der Kriterien, die für diese spezifische Leistung wichtig sind. Ein genau definiertes Eignungsprofil für Outplacement-Berater findet sich in der Literatur nicht. Dies gilt analog zu dem fehlenden Anforderungsprofil für Unternehmensberater.

Beide Bezeichnungen sind rechtlich nicht geschützt, und es gibt keine offizielle Berufsausbildung. Ein akademischer Hintergrund ist in der Regel erforderlich, da der überwiegende Teil der Kandidaten selbst ein Studium absolviert hat und einen von der Ausbildung her vergleichbaren Gesprächspartner schätzt.

Neben einem hohen Interesse an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen ist ein breit gestreutes Allgemeinwissen ebenso unverzichtbar wie eine fundierte Berufserfahrung, d. h., dass eine längere praktische Tätigkeit in Unternehmen möglichst verschiedener Branchen und Managementerfahrung in unterschiedlichen Positionen optimal ist.

Dies wird von vielen Kandidaten als positiv bewertet, weil sie einen Berater haben möchten, der auch als kompetent in vielerlei Hinsicht angesehen wird.

Nicht selten werden während der Beratungseinheiten gesellschaftliche oder wirtschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen angesprochen, die nicht unwesentliche Auswirkungen auf die Neuorientierung haben. Der Berater soll dort Anregungen geben und „mithalten“ können. Ebenso wird eine, wenn auch nur kurzzeitige Tätigkeit als HR-Manager, Rekruter oder Personalberater geschätzt, d. h., der Berater hat auch „die andere Seite“ einmal kennengelernt.

Quelle für den Abschnitt „Qualifizierung Outplacement Berater“

 

Als Unternehmen den richtigen Outplacement Berater finden mit der Nutzwertanalyse

Als Unternehmen ist es ist gar nicht immer so leicht den passenden Outplacement-Berater zu finden. Unabhängig davon, ob die Personal- oder die Einkaufsabteilung für die Suche und Auswahl des geeigneten Outplacement-Beratungsunternehmens zeichnet, kann eine so genannte Nutzwertanalyse dabei helfen. In unserem ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie auch eine Vorlage für die Outplacement Nutzwertanalyse als Download.

Wird Outplacement als geldwerter Vorteil behandelt?

Der Gesetzgeber hat im Jahressteuergesetz 2020 festgelegt, dass eine vom Arbeitgeber veranlasste und finanzierte Outplacement-Beratung für ausscheidende Angestellte nicht mehr als geldwerter Vorteil behandelt wird. Beratungsleistungen, die ausscheidenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen angeboten werden, und die von Dritten erbracht werden, sind somit (lohn-)steuerfrei.

Den genauen Gesetzeslaut finden Sie im Einkommensteuergesetz (§ 3 Nr. 19 EstG).

Die Geschichte des Outplacements

Diese Art von spezieller Berufsberatung hat ihren Ursprung in den USA. Die Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA zurückkehrten, mussten in zivile Beschäftigungen reintegriert werden.

Hierzu richtete die Teilstreitkraft des Heeres der US Army eigene Beratungsstellen ein. Später griffen die Psychologen John Drake und Jerry Beam das Thema erneut auf und gründeten im Jahr 1967 das Beratungsunternehmen „Drake, Beam & Associates“, welches 1979, mit William J. Morin als CEO (Chief Executive Officer), zu „Drake Beam Morin, Inc.“ umbenannt wurde. Seit den 90er Jahren gibt es auch in Europa viele qualifizierte Unternehmen für Outplacement Dienstleistungen.

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Der Podcast rund um aktuelle Outplacement Themen

Es ist nicht leicht die passende Outplacement Beraterin oder den passenden Outplacement Berater zu finden. Diese Podcast Serie unterstützt Sie dabei. Viel Spaß bei Zuhören!

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